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Schichtdickenmessung nach ISO 19840: Soll/Ist-Check in der Praxis

5 Messungen × n Flächen, Mittelwert + Variationskoeffizient, Pass/Fail-Kriterium nach Section 6 — wie Sie es richtig machen.

Warum ISO 19840?

Die ISO 19840 ist die zentrale Norm für die Schichtdickenmessung auf rauen Substraten (Strahlgrad Sa 2½). Sie unterscheidet sich von der Messung auf glatten Substraten durch das statistische Auswerteverfahren — Mittelwert plus Variationskoeffizient.

Messverfahren: 5 × n

Pro Bauteil und Lage werden mindestens 5 Flächen festgelegt. Auf jeder Fläche erfolgen 5 Einzelmessungen — typischerweise magnetinduktiv oder per Wirbelstrom. Insgesamt also 25 Messwerte pro Bauteil und Lage.

Mittelwert und Variationskoeffizient

Aus den 25 Werten werden zwei Kennzahlen gebildet:

  • Mittelwert (x̄): Durchschnittliche DFT der Lage
  • Variationskoeffizient (VC): Standardabweichung / Mittelwert × 100 %

Ein VC unter 20 % gilt als gute Verarbeitung, über 25 % als Hinweis auf Verarbeitungsprobleme.

Pass/Fail-Kriterien

ISO 19840 Section 6 definiert vier Kriterien:

  1. Mittelwert ≥ Soll-DFT
  2. Mindestens 80 % der Einzelmessungen ≥ Soll-DFT
  3. Keine Einzelmessung < 80 % des Soll-DFT
  4. VC ≤ 25 %

Alle vier müssen erfüllt sein. Andernfalls ist ein NCR zu erstellen.

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